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Das neue Kreisliga A – Team des RSV Germania 03 bleibt dank eines Last Minute - Treffers auch nach dem zweiten Saisoneinsatz ungeschlagen. Am Samstagmittag sicherte sich die Mannschaft von Trainer Bilal Dag trotz eines 0:2-Pausenrückstands sowie personeller Unterzahl während der absoluten Schlussphase mit Hilfe eines unmittelbar vor ultimo einschlagenden Kopfballs von „Joker“ Saban Neziraj ein 2:2-Unentschieden beim SV Traisa II.

 

Das Duell im Mühltaler Stadtteil fand schon am Sonnabend statt, weil in „Traase“ die Kerb das lokale Geschehen beherrschte. Zur Rückkehr an seine vorherige Trainerstation erhoffte sich Coach Dag natürlich ein sportliches Erfolgserlebnis, was ihm seine kickenden Schützlinge Sekunden vor dem Kehraus auch bescherten. Dabei sah es beim Gang zur Halbzeitbesprechung noch so aus, dass der Rasensportverein die Heimfahrt vom roten Berg an den Grünen Steg mit leeren Händen antreten müsste. Doch 45 Matchminuten später verbuchten die Gäste einen wichtigen Auswärtspunkt und belohnten auf der letzten Rille ihre kleine Aufholjagd.

 

Die Anfangsviertelstunde präsentierte sich der RSV klipp und klar als Chef im fremden Ring. Fußballerisch und taktisch überaus ordentlich drückte man der Begegnung seinen Stempel auf. Die Führung lag praktisch in der Luft, als es plötzlich zu einem Bruch im überlegenen Gefüge kam. Anlass war ein nicht geahndeter Elfmeter, den der Referee nach einem deutlich sichtbaren Foul an Hishar Ibo den Germanen verweigerte.

 

Diese umstrittene Entscheidung warf den Startelan über den Haufen. Statt ungeachtet des ausgebliebenen Pfiffs fortan auf das 1:0 zu gehen, haderten die Blau-Weißen überflüssigerweise zu intensiv mit ihrem „Schicksal“. Die einsetzende Stagnation mobilisierte wiederum den Aktionismus der Hausherren. Folge war das 1:0 nach einem Konter. Die interne Ordnung plätscherte nun komplett den Bach hinunter und noch vor dem Seitenwechsel schluckte der RSV die nächste bittere Konsequenzpille in Form des 0:2.

 

Im zweiten Abschnitt berappelte sich die Germania endlich wieder – auch weil Bilal Dag reagierte und gleich drei frische Kräfte auf das Grün schickte. Einen an ihm selbst verursachten Freistoß zimmerte Sinan Aykir zur Anschlussbude direkt in den Giebel. Der bereits vierte Saisontreffer des Stürmers initiierte das bis dato brach liegende Hoffnungscomeback.

 

Allerdings mündeten die Richtung gegnerische Gefahrenzone abgeschickten langen Bälle nicht in der gewünschten Effektivität. So ratterte der Chronometer unerbittlich herunter und als der Schiri in der 87. Minute Sinan Aykir zum vorzeitigen Feierabend verdonnerte (Zeitstrafe), schienen  die Felle endgültig davon zu schwimmen.

 

Glücklicherweise vergaß Traisa II in Überzahl, den Sack zuzuschnüren. Zweimal steuerten Akteure des Platzhirschen alleine auf den germanischen Kasten zu und schafften das negative  Kunststück, die Kugel nicht in den Kasten zu manövrieren. Diese „Gefälligkeit“ für den Ex-Übungsleiter bestraften die Germanen quasi mit der finalen Spielszene. Saban Neziraj köpfte eine Flanke ins lange Eck und feierte mit seinen Kameraden frenetisch seinen Lucky Punch.

 

Während den „Traasern“ auf ihrer Kirchweih das erste oder zweite verkonsumierte Bierchen vielleicht noch nicht so mundete (spätestens nach der dritten Kaltschale löste sich der Frust bestimmt im Nirwana auf), bilanziert der neue Kader des Rasensportvereins aus den beiden Ouvertürenbegegnungen der noch jungen Runde achtbare vier Zähler. Den noch unbezwungenen Nimbus versucht man am kommenden Sonntag (28.08.) bei der schweren Heimaufgabe gegen TSG 46 Darmstadt zu verteidigen (Anstoß 15Uhr30). Das „Vorspiel“ bestreitet die Kreisliga C – Auswahl ab 12Uhr30 gegen TuS Griesheim.   

 

Aufstellung: Akbulut, Ariif (46. S. Neziraj), Karacic, K. Aykir, D. Neziraj, Afsin (46. Kalai), Camara, Toprak (46. C. Azevedo), Ibo, Si. Aykir

Tore: 1:0 Hoffmann 30. 2:0 Reischmann 39. 2:1 Sinan Aykir 55. 2:2 Saban Neziraj 90.

Besonderes: Zehnminuten-Zeitstrafe Sinan Aykir 87.